infobase: EDV - Windows 98


Allgemein

Booten   Quelle: pcwelt 9805   Datum: 05.2006   nach oben

Wenn es beim Booten nicht bis zur grafischen Benutzeroberfläche reicht und man keine DOS-Disketten mit CD-ROM-Zugriff zur Hand hat, kann alternativ im Windows-Verzeichnis die Startdatei winstart.bat aufgerufen werden. Diese sollte für diesen Zweck eine Zeile mit dem Eintrag %comspec% enthalten und startet eine zweite DOS-Shell mit virtuellen Windows-Treibern und CD-ROM-Zugriff.

* * * *

BOOTDISK.BAT:
Eine Startdiskette erzeugt man normalerweise über "Systemsteuerung-Software-Startdiskette".
Eine erweiterte Startdiskette kann mit dem Tool BOOTDISK.BAT angelegt werden (in Windows\Command).
Das Emergency Boot Disk-Unterverzeichnis ebd enthält die dafür erforderliche Dateien.

* * * *

Beim Start von Windows 98 können Befehle auf DOS-Ebene einmalig ausgeführt werden:

Die Datei WININIT.EXE im Windows-Verzeichnis wird als eines der ersten Module beim Start von Windows98 geladen.
WININIT liest eine INI-Datei gleichen Namens ein, arbeitet sie ab und benennt sie anschließend in WININIT.BAK um.
Dadurch erscheint z.B. bei einem Neustart nach einer Software-Installation die Meldung "Dateien werden aktualisiert". WININIT.INI besteht meist typischerweise aus dem Abschnitt "[Rename]". Darin können Einträge stehen, die das Umbenennen oder Löschen von Dateien auslösen sollen.
Der Eintrag "C:\neu.txt-C:\alt.txt" benennt eine Datei um.
"NUL=C:\info.txt" löscht die angegebene Datei.

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Eine kostenpflichtige beta-Version, die sich selbst zerstört, wenn beim Booten ein Datum > 24.8.98 festgestellt wird.

Was haben wir gelacht.

Das Lachen vergeht aber denjenigen, die, um ihren Rechner auf eine Jahr 2000-Kompatibilität hin zu testen, ihr Systemdatum entsprechend verstellen und ihr System neu booten.

Und tschüss !

Workaround:

- Starten mit DOS-Diskette
- Systemdatum neu einstellen
- Starten mit Win98-Bootdiskette
- IO.SYS auf Platte kopieren

 
Groß- und Kleinschreibung   Quelle: dmt   Datum: 01.2009   nach oben

Die Sache mit der Groß- und Kleinschreibung von Dateien ist mir auf meinem alten PII-350MHz-Rechner wieder in die Quere gekommen. Mein Arbeits-NT4 verhält sich astrein, aber für den Datentransfer mittels eines USB-Sticks muß ich halt auf ein Windows98 ausweichen, mit dem ich dann relevante Dateien auf den Stick kopiere.

Und siehe da, eine Reihe von Dateinamen werden auf nicht nachvollziehbare Weise mit einem führenden Großbuchstaben versehen. Wenn das dann später auf einen Webserver kopiert werden soll, ist der Ärger vorprogrammiert.

Als Workaround hat es sich bewährt, solche Dateien z.B. per Winzip zu einer Paketdatei zu schnüren, deren Inhalt dann von den Microsoftschen Eigenmächtigkeiten unberührt bleibt.

Eine Webrecherche ergab Hinweise auf das Setzen der Eigenschaft "Namen in Großbuchstaben ermöglichen" im Menü Ansicht/Optionen des Windows-Explorers. Die Tipps habe ich so verstanden, daß die Option "Namen in Großbuchstaben ermöglichen" gesetzt werden muß, damit das unerwünschte Setzen von "Kapitälchen" (führende Großbuchstaben) unterbunden wird.

Ein anderer Hinweise verspricht ebenso widersprüchlich, daß ein bestimmter Registry-Eintrag bewirkt, Ordnernamen in GROSSBUCHSTABEN zu ermöglichen. Im Registry-Schlüssel 'HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Explorer\Advanced' soll der DWORD-Eintrag 'DontPrettyPath' mit dem Wert 1 die Funktion einschalten, 0 schaltet sie aus.

Auf meinem Windows98 hat das nichts bewirkt, selbst die oben angeführte Menüoption wurde nicht mal angeboten.
Evtl. bietet erst Windows 98 SE das an, mal sehen, wie das läuft, wenn meine neue Kiste ganz lässig mit Windows98 ohne Firewall und Virenscanner online geht, wie es das mein alter PII 9 Jahre lang unter Windows NT4 (SP4!) getan hat, ohne sich jemals einen Virus einzufangen. Selbst 5 Jahre Betrieb mit dem Internet Explorer 4 und einem alten Outlook Express wollten den vielen kursierenden Viren, Würmern und Trojanern keine Chance geben, sich einzunisten.

 
viel Arbeitsspeicher > 512 MB RAM   Quelle: diverse   Datum: 09.2010   nach oben

Wie betreibe ich Windows 98 mit viel Arbeitsspeicher ?

Wie zu vielen Windows-Themen finden sich auch hierzu unzählige Beiträge im Internet.
Meist werden jedoch nur Mythen und Legenden verbreitet oder schlichtweg redundante Unsinns-Kopien veröffentlicht.

Da ist die Rede von Windows 98, daß mit mehr als 512 MB RAM nicht umgehen kann, während es an anderer Stelle heißt, daß Windows 98 für den Umgang mit bis zu 4 GB konzipiert wurde (etwas, daß den meisten Windows XP-Versionen nicht vergönnt war).

Da werden fleißig system.ini-Einträge empfohlen, die Windows98 häufig nur das Verhalten der Vorgängerversion Windows 95 aufzwingen und damit zu einer Verlangsamung führen.

So, und jetzt gebe ich auch noch meinen Senf dazu:

Die schlechte Nachricht: Windows 98 macht nach dem Aufrüsten auf mehr als 512 MB RAM Ärger.

Die gute Nachricht: Das läßt sich beheben.

Offenbar muß unterschieden werden, ob die Summe an Arbeitsspeicher bei 768 MB, bis 1 GB oder darüber liegt, denn abhängig davon treten verschiedene Probleme auf. Besonders problematisch ist z.B. eine Neuinstallation auf einem PC, in dem viel RAM in Form "fetter" RAM-Bausteine installiert ist, die sich evtl. selbst durch provisorisches Entfernen nicht auf 512 MB reduzieren lassen.

Die Fehler reichen von endlos automatischen Neustarts bis hin zur Fehlermeldung:

Nicht genügend Arbeitsspeicher, Windows zu initialisieren.
Beenden Sie ein oder mehrere speicherresidente Programme, entfernen Sie unnötige
Dienstprogramme aus Ihren Dateien CONFIG.SYS und AUTOEXEC.BAT
und starten Sie Ihren Computer neu.

Lösungen und Quellen:

Für sehr viele "Beschränkungen" von Windows 98 gibt es praktikable Lösungen aus unterschiedlichen Quellen.

Leider wurde ich mit einigem Hickhack konfrontiert, weil sich irgendwann mal Autor A bei mir meldete und mir mitteilte, daß Autor B zwar auch selbst geschriebenen Code öffentlich anbietet, aber in diversen Paketen Dateien enthalten seien, die illegalerweise von Autor A stammen sollen.

Deswegen erfolgt hier nur ein kurzer Abriß.

Selbst die Links (zu den "Guten" wie auch den "Bösen") habe ich entfernt, weil es mir mit den Auseinandersetzungen einfach zu viel geworden ist.

Wenn jemand zu der Problematik eine konkrete Frage hat, dann möge er sich bitte mit mir in Verbindung setzen.

Eine allgemeine Erwähnung von Patches, die mir aufgefallen sind:

Zusätzlich gibt es noch zwei bemerkenswerte Patches; beinahe unverzichtbar für Leute, die wissen, warum sie noch im dritten Jahrtausend mit Windows 98 arbeiten:

Anmerkungen zum Patch für den Betrieb großer Festplatten > 128GB

Hier liegen die Probleme nicht im Bereich des Patches, sondern im "drum herum", bevor man den rettenden Flicken aufspielt.

Für EDV-Rettungseinsätze habe ich eine 160GB-USB-Festplatte im schicken Designergehäuse.
Beim letzten Backup-Einsatz hatte ich sie im Linux-Format Ext3 formatiert und wollte das jetzt wieder rückgängig machen zugunsten einer simplen FAT32-Formatierung.

Warum eine FAT32-Formatierung?

Moderne Multimedialisten mögen anmerken: "wozu das denn?", denn unter FAT32 kann man ja keine Dateien > 4GB speichern (bei FAT16 lag die Obergrenze bei 2GB).

Das stimmt, aber mit dem Einsatz eines potenteren Dateisystemes wie z.B. NTFS ist noch lange nicht viel gewonnen. Was nützt es, wenn man unter NTFS mittels spezieller Software 16TB große Dateien anlegen kann, die aber ansonsten an allen Ecken und Kanten Ärger machen.

In der Praxis bereitet selbst eine profane Datensicherung per zip Ärger, wenn das zip-Paket größer als 2GB wird. Selbst im Jahre 2009 scheitern auf aktuellen Knoppix-Linux-CDs viele dateiverarbeitende Kommandozeilen-Tools an der 2GB-Grenze. Dasselbe gilt auch für verbreitete Anwenderprogramme im Windows-Bereich. Um da auf der sicheren Seite zu liegen, verwende ich mit dem derzeit aktuellen zip 3.0 die split-Funktion, mit der ich z.B. 1,5GB große Einzelpakete anlege, die sich auch gut auf DVDs verteilen lassen. Um die zu speichern, hätte es dann auch ein simples FAT16 getan.

Obendrein wird eine FAT32-Formatierung von so ziemlich jedem anderen Betriebssystem lesend und schreibend verstanden.

Ok, weiter im Text: dummerweise wollte sich meine 160GB-USB-Festplatte per Linux-qparted nicht mehr per FAT32 formatieren lassen.

Auch Windows XP SP2 bot mir ausschließlich NTFS an. In der WindowsXP-DOS-Box konnte ich zwar eine manuelle FAT32-Formatierung anstoßen, die aber nach ca. 2 Stunden bei der Prüfung lapidar meinte, daß das Volume zu groß für die gewünschte Operation sei.

Also kleinlaut im Windows98-Explorer formatiert, was klaglos gelang. Ein erster Test offenbarte aber Probleme mit langen Dateinamen! Unfassbar, ich war kurz davor durchzudrehen. Mein Gedächtnis erinnerte sich glücklicherweise an einen Forumsbeitrag und einen Patch für "große Festplatten unter Windows 98". Also schnell ein Backup per Linux angelegt und den Patch eingespielt - und siehe da - "die Scheiße tut" :)

 
Wartung   Datum: 05.2006   nach oben

REGCLEAN: Bereinigung der Registrierungs-Datenbank

Schalter:
/A behebt Fehler ohne Rückfrage.
/D dito mit vielen Dialogen.
/S arbeitet unsichtbar im Hintergrund.
/L.C:\logdatei.txt protokolliert alle Änderungen in der Textdatei LOGDATEI.TXT.

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Die Windows 98-CD enthält die Tools-Sammlung RESKIT 98 (im Unterverzeichnis TOOLS\RESKIT).

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