Gutes Webdesign - Webseiten unabhängig vom Browser gestalten:

Grundsätzliches:

Nichts einfacher als das.
Wer Webseiten gemäß der seit 8 Jahren bestehenden Standards entwickelt, macht eigentlich schon alles richtig.
Die Inhalte einer Webseite stützen sich auf eine sog. Seiten-Beschreibungssprache, die u.a. Verweise auf Stellen in anderen Dokumenten erlaubt:

Die HyperTextMarkupLanguage - html.

Sie ist für das physikalische Erscheinungsbild der Seiten-Inhalte verantwortlich.
Der html-Quelltext einer Webseite wird vom Webbrowser interpretiert und der Inhalt der Seite entsprechend dargestellt.
Mit dieser Vorgehensweise soll erreicht werden, daß Webseiten in allen Browsern vergleichbar aussehen.

Die ersten html-Sprachversionen boten nur wenig Möglichkeiten zur Beeinflussung des Erscheinungsbildes, so daß allen voran die Leute, die den freien Browser Netscape entwickelten, selbst Erweiterungen an der html-Sprache vorgenommen haben.
Als später Microsoft in diesen Bereich vordringen wollte, begann das, was im Nachhinein als Browserkrieg bezeichnet wurde:
2 konkurrierende Firmen entwickelten eigene Erweiterungen einer Sprache, die von allen verstanden werden sollte.
Diese Erweiterungen wurden jeweils in die Browser eingebaut, was aber erst dann Sinn machte, wenn "draußen" im Internet auch möglichst viele Leute Webseiten schrieben, in denen diese "privaten" Sprachelemente auch verwendet wurden. Das wurde erreicht, indem man im großen Stil Programme verteilte, die das Schreiben von Webseiten angeblich "erleichterten" und dabei klammheimlich von den jeweils privaten Sprach-Erweiterungen ihrer Hersteller Gebrauch machten.
So entstanden Seiten, die jeweils nur mit einem der beiden großen Browser fehlerfrei betrachtet werden konnten.
Viele Webdesigner trugen zu diesem Unsinn auch noch bei, indem sie Webseiten mit Logos der Browser-Hersteller versahen und dem surfenden Besucher der Webseite einreden wollten, er könne die Seite nur dann korrekt sehen, wenn er einen ganz bestimmten Browser benutzen würde.

Während dieser Wildwuchs einsetzte, war ein unabhängiges Gremium auf den Plan getreten, um diesem Treiben ein Ende zu setzen: das W3C-Konsortium ( Homepage / Deutsches Büro ).

Um die mittlerweile immer aufgeblähtere html-Sprache wieder zu verschlanken und übersichtlicher zu machen, wurde der Seiten-Beschreibungssprache html ein weiterer Beschreibungssprachraum namens css ( Cascading Style Sheet ) zur Seite gestellt, indem alle Einstellungen des optischen Erscheinungsbildes wie Farbe, Schriften, Positionen etc. in umfangreicherem Maß bestimmt werden können, als es in html möglich war.

Seit Sommer 1995 versuchen die Browser-Hersteller in Arbeitsgruppen unter der Leitung des W3C-Konsortiums das Zusammenspiel zwischen html und css zu regeln, um damit eine allgemein besser werdende Darstellung von Webseiten in Browsern zu erreichen.

Mehr über die Entstehung des Teils des Internets, der World Wide Web genannt wird, bei: "Die Entstehung des World Wide Web" von Stefan Münz.

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Fazit:

Die mühevolle Praxis, html-Webseiten, javascript-Funktionssammlungen und css-Dateien in verschiedenen, Browser- und Versions-bezogenen Ausführungen zu entwickeln und auf dem Webserver zu hinterlegen (das wurde teilweise sogar empfohlen) ist wohl hoffentlich Teil der (traurigen) Geschichte des www.

Wer Seiten nach den Standards von html und css entwickelt, sollte eigentlich goldrichtig liegen und ist damit (ganz im Sinne der Erfinder des www) unabhängig von Browsern, Browser-Versionen und Browser-Herstellern. Solche Seiten können dann auch sicher von zukünftigen Browser-Versionen, die z.B. vermehrt auf das Lesen von xml -Dokumenten spezialisiert sind, noch einwandfrei dargestellt werden.

Möglichkeiten, selbst erstellte Seiten auf gültiges html und gültige css-Anweisungen überprüfen zu lassen, bieten die Formulare für html-Check und css-Check.

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In der Praxis ...

sieht es dann doch ein bißchen schwieriger aus.
Auch wenn der sog. Browserkrieg vorbei ist (ca. 75% aller Webuser im deutschsprachigen Raum benutzen einen Browser der Firma Microsoft) und die am Markt vertretenen Browser-Hersteller sich zusammen mit dem W3C um Einhaltung und Definition gültiger sowie neuer Standards bemühen, sieht es an der "Front" immer noch sehr mau aus:

Es wird immer einen Browser geben, der eine Tabelle manchmal falsch darstellt oder sich bei der einen oder anderen Javascript-Zeile verhaspelt.

Es ist völliger Unsinn, den Schwächen der Programmierung einzelner Browser-Versionen mit wilden und norm-fremden Klimmzügen auf der Code-Seite von html, css und javascript entgegenzutreten.

Gerade auch moderne Browser-Erweiterungen wie z.B. Flash sind von vorne herein so angelegt, daß deren Darstellung unabhängig vom verwendeten Browser erfolgen kann.

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